Riebeckplatz | Halle (Saale)

Äußere Gebäudegestaltung und Einbettung in den öffentlichen Raum unter Berücksichtigung von begrünten Flächen und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, Konferenzhotel und Büro in Halle an der Saale.

Das Bearbeitungsgebiet befindet sich im östlichen Teil des Zentrums von Halle und ist durch die angrenzende Infrastruktur stark geprägt. Die Altstadt, der Hauptbahnhof und der Busbahnhof liegen in unmittelbarer Nähe und steigern die Attraktivität des Neubaus eines Konferenzhotels und Bürogebäudes.

Die Konzeptidee der Fassade nähert sich an den urbanen Kontext des Bearbeitungsgebietes an. Der angrenzende Hauptbahnhof, sowie die Gleisanlagen der Straßenbahnen dienen als Inspiration. Es wird eine Pfosten-Riegel-Fassade vorgeschlagen, welche mit Aluminium Profilen als Hauptelement konstruiert ist. Die sich widerholenden vertikalen und horizontalen Profile erinnern an Gleise und greifen somit das von Urbanität geprägte Bild des Ortes auf. Die an den mannigfaltigen Verkehr angelehnte Farbwahl fügt den Neubau in den Kontext ein. Die gewählten Profile, sowie das Stützenraster ist auf die Kubatur des Gebäudes angepasst und prägt die Erscheinung des neuen Gebäudes. Die Fassade erreicht ihren Detailreichtum durch engmaschig gerasterte Sprossenfenster. So entsteht ein Fassadenbild mit räumlicher Tiefe. Die hohe Plastizität der Konstruktion kommt insbesondere in der Fernwirkung zur Geltung und spielt mit der Maßstäblichkeit. Sie strahlt Ruhe und Geradlinigkeit in dem hektischen Umfeld aus und verstärkt so den Ausdruck des Baukörpers im Stadtbild.

Das Fassadenbild wird im zweiten Untergeschoss unterbrochen und das engmaschige Raster wird durch großzügige Schaufenster ersetzt. Die vorgesehenen Einzelhandelsflächen erhalten so Aufmerksamkeit und setzen sich differenziert von den anderen Nutzungen ab. Das Foyer im Erdgeschoss wiederholt die aufgelockerte Struktur des zweiten Untergeschosses und schafft Orientierung für Gäste. Die Überdachung des Hoteleinganges verstärkt diese zusätzlich. Dieser Rhythmus setzt sich in den Etagen, die mit einer besonderen Nutzung belegt sind, fort und stärkt die Kubatur des Baukörpers.

Im 7. Obergeschoss, an welches die Dachterrasse anschließt, wird das grobmaschige Raster angewendet um eine optisch störende Absturzsicherung im Außenbereich vermeiden zu können und den Hotelzimmern besondere Ausblicke zu ermöglichen. Die obersten drei Geschosse sorgen durch das unterbrochene Raster für einen spannenden Abschluss und betonen die Skybar und das Restaurant. Von dort aus hat man einen uneingeschränkten Blick über die Dächer Halles und kann auf den Terrassen, welche von der Fassade begrenzt werden, die Aussicht genießen. Die umlaufende Verglasung schafft einen hohen Anteil natürlicher Belichtung für einen hohen thermischen und visuellen Komfort der Arbeitsplätze, sowie der Hotelzimmer.

Die Grundrisse der Sockelzone und des Hotelbereichs wurden leicht angepasst, um einen Einklang der Fassade mit der inneren Struktur, sowie mit der Raumaufteilung zu ermöglichen.

Visualisierungen: Fuchshuber Architekten GmbH